News / Aktuelles

Ausführung zur Entscheidung des OLG Köln, Urteil vom 08.05.2015, Az. 6 U 137/14, Vorinstanz LG Köl...

[ weiterlesen ]

Verstoß gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (§ 3 Abs. 3 i. V. m. Nr. 5 des Anhangs, s...

[ weiterlesen ]

Aufgrund einer EU-Verordnung gibt es eine sogenannte Onlineschlichtungsplattform der EU. Diese Onli...

[ weiterlesen ]

Nach BGH Urteil vom 05.11.2015, 1 ZR 182/14 (Vorinstanz Oberlandesgericht Stuttgart und Landgerich...

[ weiterlesen ]

Abmahnung

Fehlverhalten, Minderleistung, Abmahnung an den Arbeitgeber und vom Arbeitgeber

Eine Abmahnung im Bereich des Arbeitsrechts dient regelmäßig dazu, der jeweils anderen Vertragspartei, dass heißt dem Abgemahnten vor Augen zu führen, dass er gegen vertragliche Pflichten verstößt.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sowohl der Arbeitsgeber abmahnen kann, aber auch der Arbeitnehmer kann eine Abmahnung in Richtung seines Arbeitgebers aussprechen.

Regelmäßig ist es so, dass der Arbeitgeber seinem Angestellten ein Fehlverhalten vor Augen führen möchte und ihn dadurch dazu bewegen möchte, dieses Fehlverhalten in Zukunft zu unterlassen.

Dies kann zum Beispiel ein Fehlverhaltenauf der Verhaltensebene oder der Leistungsebene sein.

Erscheint ein Mitarbeiter zum Beispiel angetrunken zur Arbeit, kommt der Mitarbeiter öfter zu spät, fehlt der Mitarbeiter unentschuldigt (unentschuldigtes Fehlen) auf der Arbeit oder verhält der Mitarbeiter sich gegenüber Vorgesetzten oder Kollegen unkollegial, so kommt eine Abmahnung wegen dieses Fehlverhaltens in Frage.

Ist der Arbeitnehmer auf der Arbeit nicht konzentriert, setzt sich nicht für das Unternehmen ein, oder arbeitet schlicht offensichtlich langsam, so kann auch dieses Verhalten eine Abmahnung nach sich ziehen.

Zu berücksichtigen ist, dass nicht jedes Fehlverhalten auch unbedingt eine Abmahnung nach sich ziehen muss. Der Arbeitgeber kann auch zunächst den Arbeitnehmer lediglich ermahnen.

Wird allerdings eine Abmahnung ausgesprochen, so muss der Arbeitgeber auch darauf achten, dass diese den formellen Anforderungen entspricht.

Insbesondere muss darauf acht gegeben werden, dass das tatsächliche Fehlverhalten ganz konkret dargestellt wird. Der Arbeitgeber soll den Arbeitnehmer auch darauf hinweisen, dass er im Falle eines wiederholten Fehlverhaltens auch mit dem Ausspruch weiterer arbeitsrechtlicher Maßnahmen gegebenenfalls sogar bis hin zur Kündigung rechnen muss.

Entspricht einer Abmahnung nicht den formellen Voraussetzungen, so kann sie unwirksam sein.

Oft dient eine Abmahnung auch der Vorbereitung einer späteren Kündigung. Hierzu ist es erforderlich, dass die Abmahnung zuvor ordnungsgemäß ausgesprochen wurde. Lassen Sie sich hier zu gerne von uns beraten.

Oft wird übersehen, dass auch der Arbeitnehmer seine Arbeitsgeber abmahnen kann.

Zahlt zum Beispiel der Arbeit in dieser den Lohn unpünktlich, oder verkürzt der Arbeitsgeber ohne rechtliche Grundlage Pausenzeiten, oder verweigert der Arbeitgeber ohne Grund die Gewährung von Urlaub, so ist der Arbeitnehmer berechtigt den Arbeitgeber auf dieses Fehlverhalten hinzuweisen. Gegebenenfalls kann der Arbeitnehmer den Arbeitgeber auch mitteilen, dass der Arbeitnehmer für den Fall, dass der Arbeitgeber weiterhin dieses Fehlverhalten an den Tag legt zum Beispiel seine Arbeitskraft zurückbehält, bis das Fehlverhalten auf.